Verlag Franz Schön

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Unser Autor Michael Mertes zur Fußball Europameisterschaft 2016

Sonett: Nach dem EM-Fußballspiel Frankreich-Deutschland am 7. Juli 2016

Der Ball ist rund, und was am Ende zählt,
ist nur der Treffer, nicht der Lattenschuss.
Wer ahnt schon, wen der Fußballgott erwählt?
Wär alles klar, dann wär es kein Genuss!

Vergangne Niederlagen zählen nicht –
Les Bleus, sie brachen einen alten Bann.
Vergangne Siege haben kein Gewicht,
denn jede Serie endet irgendwann.

Trotz allem: Danke, Jogi, Schweini, Neuer –
Ihr habt die Sache wirklich gut gemacht!
Es sollte nun mal nicht gelingen heuer;
jetzt wird nur noch ans nächste Spiel gedacht!

Wir riefen gestern zweimal „Griezmann – oh!“
Heut sagen wir: „Les Bleus, Chapeau, Chapeau!“

© Michael Mertes und Verlag Franz Schön

Sonett: Nach dem EM-Fußballspiel Deutschland-Italien am 2. Juli 2016

Kein großes Spiel – und dennoch unvergesslich:
Die Dreierkette hielt Italien stand;
Khedira musste raus (sein Schmerz war grässlich);
es brauchte Zeit, bis Deutschland zu sich fand.

Das 1:0, es war nicht unverdient,
doch wurde es am Ende ziemlich eng.
Der deutsche Leichtsinn blieb nicht ungesühnt:
Ein Handelfmeter! Mein Gott, Boateng!

Am Ende stöhnten wir: Elfmeterschießen!
Die Nerven lagen bei uns allen blank,
bis wir von Hector uns erlösen ließen:
Dem Mann vom 1. FC Köln sei Dank!

Kapiert? Triumph gebührt dir, Rom, allein,
warst du doch Gründerin von Köln am Rhein!

© Michael Mertes und Verlag Franz Schön

Sonett: Nach dem EM-Fußballspiel Frankreich-Island am 3. Juli 2016

Wir werden jetzt das „Huh!“ der Fans vermissen,
die Eyjafjallajökull-Eruption
der Fußballfreude, und verzichten müssen
auf deine Künste, wackrer Sigthorsson!

Ihr hattet gegen Frankreich keine Chance –
und dennoch liegt ein Sieg in eurem Exit:
Ihr botet Fußballspiel par excellence
und schicktet England in den Soccer-Brexit.

Der König Fußball wird’s euch ewig danken:
Sein Reich ist nicht die Fifa, nicht das Geld,
nicht Euro, Dollar, Pfund und Schweizer Franken –
sein Reich, das ist das grüne Fußballfeld!

Ade nun, Island, danke, es war schön!
Wir hoffen auf ein schnelles Wiedersehn!

© Michael Mertes und Verlag Franz Schön


Neuerscheinung:

Ich denk mit Wehmut an den fernen Norden
Carl Wilhelm Diehls cisatlantische Dichtung
Eva Mertes, Oranna Dimmig, Michael Mertes


ISBN: 978-3-9816420-3-2
Seitenanzahl: 192 Seiten
Preis: 16,80€

Carl Wilhelm Diehl - Carlos Guillermo Diehl
*1824 in Hamburg †1885 in Buenos Aires
Carl Wilhelm Walter Diehl (1824-1885), Kaufmann und Lyriker, hat ein schmales Œuvre aus Gedichten und Nachdichtungen hinterlassen, in denen sich die politischen und gesellschaftlichen Umwälzungen in Deutschland und Südamerika zwischen den 1840er und den 1870er Jahren eindrucksvoll spiegeln. In Hamburg geboren, wanderte Diehl als junger Mann an den Río de la Plata aus. Er lebte und arbeitete in Argentinien, Brasilien und Uruguay. Während seiner Zeit in Montevideo (1859-1880) vertrat er konsularisch zunächst Österreich, dann den Norddeutschen Bund und das Deutsche Reich. In seiner neuen Heimat sympathisierte Diehl mit der liberalen Opposition gegen die Rosas-Diktatur und mit den Gegnern der Sklaverei in Brasilien. Durch seine Nachdichtungen aus dem Spanischen und Portugiesischen machte er dem deutschen Publikum Schlüsselwerke der jungen argentinischen und brasilianischen Nationalliteratur zugänglich. Diese Leistung, für die er im deutschsprachigen Raum viel Anerkennung erhielt, hat auch heute Bestand, denn Carl Wilhelm Diehls Nachdichtungen sind - soweit ersichtlich - ohne Konkurrenz geblieben.
Dieses Buch möchte einen Einblick in das Leben Diehls geben und neues Interesse an seinem ungewöhnlichen Werk wecken. Es enthält sowohl bisher unveröffentlichte Gedichte als auch Teile seiner im 19. Jahrhundert publizierten Werke.

Dem Magazin "Hamburger Wirtschaft" hat unser neustes Buch wohl auch gut gefallen. Es war der Redaktion in ihrer Juniausgabe eine Empfehlung wert. Danke!